Im Gigabit-Zeitalter angekommen!

Am 01.04.2018 (kein Aprilscherz!) wurde mein Internet-Anschluss von der Deutsche Glasfaser von 200 MBit/s (symmetrisch) auf nunmehr 500 MBit/s (ebenfalls symmetrisch, d. h. die Geschwindigkeit wird sowohl auf dem Downlink wie auch auf dem Uplink erreicht) umgestellt.

Und da der Anschluss vollduplex ist, d. h. Uplink und Downlink gleichzeitig in Betrieb sind, da die Übertragung auf unterschiedlichen Frequenzen erfolgt (WDM), habe ich insgesamt 1 GBit/s zur Verfügung. 😉

Ich füge hier mal einen Auszug eines selbstprogrammierten Benchmarks bei, der die Geschwindigkeit eindrucksvoll illustriert:

netbench

Es handelt sich hier nicht um irgendwelche “Pseudo-Benchmarks” à la Fritzbox, wo nur die ausgehandelte Leitungs-Geschwindigkeit zwischen Modem und DSL-Access-Multiplexer angezeigt wird (was nichts über den tatsächlich erzielbaren Durchsatz aussagt, weil dieser auch von der Kapazität des Backbones und der Peerings abhängt!), sondern um tatsächlich alle fünf Minuten gemessene jeweils 20 sekündliche Übertragungen zwischen meinem Glasfaser-Anschluss und dem Hetzner-Root-Server, der diesen Blog beherbergt.

Für eine möglichst genaue Messung werden die Network Interface-Counter zur Berechnung des Durchsatzes heran gezogen, so dass auch anderer Traffic als der durch den Benchmark selbst verursachte berücksichtigt wird. Ein zufällig zeitgleich stattfindender Download schmälert also nicht den berechneten aktuellen Durchsatz meiner Leitung.

Schmankerl am Rande: Alleine durch den Benchmark erzeuge ich so 23 TB an Daten pro Monat… 😉

War es schon schwer Server bzw. CDNs zu finden, die eine 200 MBit/s Leitung stabil “bedienen” konnten, so ist das mit einem 500er-Anschluss noch schwieriger. Mein selbst programmierter Benchmark führt daher mehrere Downloads bzw. Uploads parallel durch… 😉

Es hat sich übrigens bezahlt gemacht, dass ich vor einer Weile auf einen neuen Router umgestellt habe, einen Linksys WRT1200AC. Dieser Router “kann vor Kraft kaum gehen“, und macht mit dem LEDE-Betriebssystem wirklich eine gute Figur! 🙂

Nebenbei bemerkt, für User aus der Ukraine oder Rumänien sind 500 MBit/s ein alter Hut, dort waren bereits vor Jahren Gigabit-Anschlüsse für Home-User verfügbar. Aber hier in Deutschland leben wir ja glasfasermäßig bekanntlich in der Steinzeit… 😞 Insofern bin ich der Deutsche Glasfaser nach wie vor sehr dankbar, dass sie unseren kleinen, beschaulichen Ort mit dem “Telekommunikationsnetz der Zukunft” ausgestattet hat… 😁

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