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Mein Internet funktioniert nicht, was tun?!

Diesen Hilfeschrei hat bestimmt jeder schon oft gehört. Aber nur die wenigsten wissen, wie man heraus finden kann, wo genau das Problem liegt.

Ich versuche in diesem Blogpost einmal, eine auch für Laien verständliche bzw. leicht anwendbare Anleitung zu liefern, wie man bei Internetstörungen zu Hause dem Problem auf die Spur kommen kann…

Zunächst einmal ein paar (wenige) Grundlagen. Ohne diese geht es einfach nicht.

Egal, was Sie im Internet tun, alles passiert auf Basis sogenannter “IP-Pakete“. Jeglicher Datenverkehr wird “zerhackt” und in Form von kleinen “Häppchen”, eben dieser IP-Pakete übertragen. Alle Geräte, die am Internet teilnehmen, haben eine bestimmte Rolle. Ihr Handy, Laptop oder PC ist in der Regel ein sogenannter “Client“, also ein “Kunde”, die Dienste, die Sie in Anspruch nehmen, werden durch sogenannte “Server” (“Bediener”) erbracht. Wie findet nun Ihr Client den passenden Server? Das funktioniert über ein System namens “DNS“. Es übersetzt für den Menschen lesbare Adressen, wie z. B. “amazon.de“, in IP-Adressen, die Ihr Endgerät für die tatsächliche Kommunikation mit dem gewünschten Dienst benutzt.

Wie werden aber die IP-Pakete zwischen Ihrem Endgerät (Handy, Laptop, Tablet, PC) und den Servern im Internet übertragen? Zunächst muss Ihr Endgerät mit Ihrem eigenen lokalen Netzwerk (auch “LAN” genannt) bei sich zu Hause verbunden sein. Dies kann über WLAN (auch “WiFi” genannt) oder Netzwerkkabel (auch “Ethernet”-Kabel genannt) passieren. Von dort geht es über Ihren Router zu Ihrem Internetprovider, und dann von dort ins Internet. Welche physikalische Verbindungstechnik (Teilnehmeranschlussleitung) Sie zur Anbindung an Ihren Provider verwenden ist grundsätzlich egal: DSL, TV-Kabel, Glasfaser oder sogar Mobilfunk (z. B. über einen Vodafone GigaCube).

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CSV-Datei mit Datumspalte in Excel öffnen bei Verwendung des ISO-Datumsformats

Im Folgenden wird ein Problem geschildert, was nur bei Benutzern auftreten sollte, die ihr Datumsformat auf “ISO” (YYYY-mm-dd, JJJJ-mm-tt) gestellt haben:

 

 

Möchte man z. B. als Bankkunde seine Umsätze als CSV exportieren und dann in Excel öffnen, dann wird man folgendes Problem haben, wenn eine aktuelle Version von Excel verwendet wird:

Wenn man einfach auf die CSV-Datei doppelklickt, um diese zu öffnen, dann werden die beiden Datums-Spalten (in “deutschem” Format) nicht als Datentyp “Datum” geöffnet, sondern als “Allgemein” (General), da diese wegen des “unpassenden” Datumsformats nicht korrekt als Datentyp “Datum” erkannt werden. Das hat natürlich Konsequenzen, weil man dann mit diesen Datumsfeldern nicht rechnen kann, diese nicht vernünftig filtern kann, sie nicht in andere Datumsformate umwandeln kann, etc.

Wie erkennen Sie, ob Sie selbst betroffen sind? Öffnen Sie ganz einfach so einen CSV-Export durch Doppelklick, und dann versuchen Sie mit einem Datumsfeld zu rechnen. Wenn Sie z. B. zu einem Datumsfeld “1” addieren, dann sollte das Ergebnis der nächste Tag sein. Wurde das Datumsfeld jedoch lediglich als Textfeld importiert, so können Sie damit nicht rechnen und erhalten lediglich einen Fehler.

Wie macht man das also richtig?

Wechseln Sie im “Ribbon” auf “Daten” (“Data”) und klicken dort auf den Knopf “Von Text/CSV” (“From Text/CSV”):

 

 

 

 

Dann manövrieren Sie im “Öffnen”-Dialog zu Ihrer CSV-Datei und doppelklicken auf diese. Es öffnet sich nun folgender Dialog:

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Trennzeichen wird automatisch (und korrekt) als “Semikolon” erkannt. Nun klicken Sie auf “Daten Transformieren” (Transform Data). Und jetzt wird es interessant — Sie landen nun im Power Query Editor, wo Sie die “Abfrage” mit sehr leistungsfähigen Befehlen bearbeiten können:

 

 

 

 

 

 

 

Die erste Spalte sollte schon ausgewählt sein, ansonsten tun Sie das selbst, indem Sie auf die Spaltenüberschrift klicken. Dann klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Spaltenüberschrift und wählen “Typ ändern” (Change Type) > “Regionaleinstellungen benutzen…” (“Using Locale…”) aus:

Dort wählen Sie als Datentyp “Datum” (“Date”) aus und als Regionaleinstellung (Locale) “Deutschland” (“German (Germany)”) aus:

 

 

 

 

 

 

Das selbe wiederholt man mit der zweiten Datumsspalte.

Dann klickt man oben auf “Schließen & Laden”.

Et voilà!

Die Datei wurde nun korrekt in einem separaten Tab geöffnet, und die Datumsspalten werden korrekt im eingestellten Datumsformat angezeigt:

Die besonderen Einstellungen meines Systems haben mir bisher noch nie wirklich Ärger gemacht — dieses Problem hier war das erste und bisher einzige, an das ich mich erinnern kann. Dafür hätte mich dieses wirklich fast zur Verzweiflung gebracht. Ich habe wirklich lange gegoogelt, bis ich das Problem verstanden und eine Lösung gefunden hatte.

Vielleicht hilft diese Anleitung ja einem meiner Leser. Falls ja, dann würde ich mich sehr über Feedback freuen.

Grundlagen der Android-Bedienung

Heute möchte ich einmal die Grundlagen der Android-Bedienung erläutern sowie die wichtigsten Bezeichnungen für die Bedienelemente. Ich beziehe mich hier auf ein “nacktes” Android 11, wie es von Google ausgeliefert wird, z. B. für die Pixel-Handys oder Handys von anderen Herstellern, die Teil der Android One-Reihe sind. Bei Geräten mit Android 10 sieht das aber alles sehr ähnlich aus.

Sie können diese Details auch bei Google nachlesen, dort sind diese jedoch nicht so schön illustriert wie hier.

Wenn man ein Android-Handy entsperrt, dann landet man auf dem Startbildschirm. Dieser sieht in etwa so aus:

Startbildschirm

Die Icons, die man dort sieht, hat entweder der Benutzer selbst “von Hand” hinzugefügt, oder sie werden (je nach Einstellung) bei Installation einer neuen App vom System automatisch hinzugefügt.

Durch horizontales Wischen nach links oder rechts kann man zwischen verschiedenen Startbildschirmen — so vorhanden — umschalten.

Die automatische Erstellung von Icons auf dem Startbildschirm ist übrigens mit das Erste, was ich bei Inbetriebnahme eines neuen Handys abstelle, weil der Startbildschirm sonst schnell zu voll wird. Ich möchte dort nur die Apps liegen haben, die ich wirklich ständig benutze, da diese auf dem Startbildschirm am schnellsten erreichbar sind.

Details zum Startbildschirm finden Sie hier.

Neben dem Startbildschirm gibt es noch den “Alle Apps“-Bildschirm (im Englischen “App Drawer” genannt). Diese Ansicht zeigt alle auf dem Handy installierten Apps, unabhängig davon ob diese gerade ausgeführt werden oder nicht. Je nach gewählter Systemnavigation (Sie können dies bei vielen Handys umstellen, siehe hier) ist dieser Bildschirm erreichbar, indem auf dem Startbildschirm nach oben gewischt wird oder auf das spezielle “Alle Apps”-Symbol geklickt wird:

Der “Alle Apps”-Bildschirm sieht dann etwa so aus:

“Alle Apps”-Bildschirm

Von hier aus kann man jede beliebige installierte App finden und starten. Man kann auch durch Gedrückthalten eines Icons eine “Kopie” auf den Startbildschirm ziehen, damit die App schneller erreichbar ist. In der Regel ist die Liste der Apps alfabetisch sortiert.

Um sich die zurzeit laufenden Apps anzeigen zu lassen und zwischen diesen schnell hin und her zu wechseln, benutzt man den Task Manager bzw. Task Switcher. Dies ist interessant z. B. für den Fall, dass man während einer Facebook-Sitzung durch einen Chat gestört wird und dann schnell wieder zu Facebook zurück wechseln möchte. Android ist ein Multitasking-Betriebssystem, das mehrere Apps gleichzeitig ausführen kann. Dabei wird eine App stets im Vordergrund ausgeführt, die anderen laufenden Apps werden im Hintergrund ausgeführt.

Man ruft den Task Manager bei Verwendung von 3-Schaltflächen-Navigation auf, indem man auf die quadratische “Übersicht”-Schaltfläche klickt:

3-Schaltflächen-Navigation

Verwendet man Gesten-Navigation, dann wischt man von der “Pille” oder dem waagerechten Strich am unteren Ende des Bildschirms bis zur Mitte des Bildschirms nach oben, bis der Task Manager erscheint und hebt dann den Finger vom Bildschirm:

Gestennavigation

Der Task Manager präsentiert sich dann etwa wie folgt:

Task Manager

Die beim Aufruf aktive App wird in der Mitte angezeigt,  links daneben sind die anderen laufenden Apps zu finden. Es gibt auch Task Manager, da sind die laufenden Apps vertikal angeordnet. Durch horizontales Wischen (bei Task Managern, bei denen die Apps vertikal angeordnet sind, entsprechend durch vertikales Wischen) können die derzeit laufenden Apps angezeigt werden. Durch Draufklicken kann zu der jeweiligen App gewechselt werden, so dass diese dann im Vordergrund ausgeführt wird und benutzt werden kann.

Wenn man Apps nach oben oder unten (bei vertikaler Anordnung der Apps nach links oder rechts) heraus wischt, werden diese beendet. Dabei sollte es niemals zu Datenverlust kommen, da die Apps darauf vorbereitet sein müssen um ihre eigenen Daten zu speichern.

Hier finden Sie nochmal alle Details dazu, wie Sie Apps finden, öffnen und schließen können.

Zuletzt möchte ich noch die Benachrichtigungen-Funktionalität vorstellen. Sie erhalten diese Übersicht der derzeit aktiven Nachrichten von Apps aller Art, indem Sie vom oberen Displayrand nach unten wischen:

Benachrichtigungen

Durch Anklicken einer Nachricht wechseln Sie sofort in diese entsprechende App, so dass Sie dann Details zu der Nachricht angezeigt bekommen bzw. eine Konversation fortsetzen können. Sie können jeweils sehen von welcher App die Benachrichtigung kommt, da dies am oberen Rand jeder einzelnen Nachricht durch das App-Symbol und den Namen der App angezeigt wird.

Durch Herauswischen einer Nachricht nach links oder rechts wird diese gelöscht, ohne zur entsprechenden App zu wechseln.

Hier finden Sie weitere Details zur Benachrichtigen-Funktionalität.

Bitte beachten Sie, dass Android-Versionen älter als 11 möglicherweise etwas anders aussehen. Das grundsätzliche Prinzip der Bedienung ist jedoch für die oben genannten Funktionen das selbe.

Camera Raw-Dateien enthalten auch JPGs!

TL;DR: RAW-Dateien enthalten unabhängig von der Kamera-Einstellung (immer?) auch (mindestens) ein Preview-JPG

Gestern hatte ich in einem Canon-Forum mit einem anderen Mitglied eine Diskussion, ob in CR2/CR3-RAW-Dateien Preview-Bilder enthalten seien.

Ich sah das zunächst sehr skeptisch weil ich mich erinnerte, dass man die Kamera so einstellen kann, dass sie nur Raw, nur JPG oder beides speichert. Dazu gab es von Canon einen Hinweis, dass die Speicherung sowohl von RAW als auch von JPG die #Serienbildrate reduziere. Ich hatte das so interpretiert, dass die zusätzliche Zeit hauptsächlich für die Erzeugung des JPGs drauf ginge. Daher schlussfolgerte ich, dass in RAWs eigtl. keine JPGs enthalten sein dürften.
Ein anderer User bemerkte dann, dass in RAWs sehr wohl JPGs enthalten seien. Neugierig wie ich bin habe ich diese Aussage dann ein wenig hinterfragt, indem ich zu dem Thema gegoogelt und mit dem “exiftool” herum gespielt habe.
Das Ergebnis ist (wie ich finde) durchaus interessant und überraschend. Je nach Quelle können nämlich in der Tat bis zu vier verschiedene Previews in einem RAW-Bild enthalten sein, wie ich im exiftool-Forum gelesen habe.
Wer mal mit “exiftool” rumspielen möchte, kann das Tool wie folgt aufrufen:

C:\Users\rabe\Downloads\Fotos>”c:\Program Files (x86)\Tools\exiftool.exe” -a -b -W %d%f_%t%-c.%s -preview:all .

1 directories scanned

2 image files read

5 output files created

Das Tool läuft also im Verzeichnis “.” (der letzte Punkt im Aufruf oben), d. h. im aktuellen Verzeichnis. Man könnte dort auch z. B. ein absolutes Verzeichnis angeben, also z. B.

C:\Users\rabe\Downloads\Fotos>”c:\Program Files (x86)\Tools\exiftool.exe” -a -b -W %d%f_%t%-c.%s -preview:all C:\Users\rabe\Pictures

Im obigen Fall hat es zwei RAW-Files gefunden (ein CR2 von der 550D und ein CR3 von der EOS-R) und insgesamt fünf JPGs extrahiert:
2020-12-04  21:39        27.016.901 0N8A1587.CR3
2020-12-31  12:20         1.123.638 0N8A1587_JpgFromRaw.jpg
2020-12-31  12:20            97.389 0N8A1587_PreviewImage.jpg
2020-12-31  12:20             7.744 0N8A1587_ThumbnailImage.jpg
2014-01-04  10:01        24.723.846 IMG_0579.CR2
2020-12-31  12:20         2.434.097 IMG_0579_PreviewImage.jpg
2020-12-31  12:20            10.245 IMG_0579_ThumbnailImage.jpg

 

Hier die Größen in Pixels der RAW-Files:

C:\Users\rabe\Downloads\Fotos>”c:\Program Files (x86)\Tools\exiftool.exe” -s -s -ImageWidth -ImageHeight *.cr*

======== 0N8A1587.CR3

ImageWidth: 6720

ImageHeight: 4480

======== IMG_0579.CR2

ImageWidth: 5184

ImageHeight: 3456

2 image files read

Und hier die Größen der JPG-Files:

C:\Users\rabe\Downloads\Fotos>”c:\Program Files (x86)\Tools\exiftool.exe” -s -s -ImageWidth -ImageHeight *.jpg

======== 0N8A1587_JpgFromRaw.jpg

ImageWidth: 6720

ImageHeight: 4480

======== 0N8A1587_PreviewImage.jpg

ImageWidth: 1620

ImageHeight: 1080

======== 0N8A1587_ThumbnailImage.jpg

ImageWidth: 160

ImageHeight: 120

======== IMG_0579_PreviewImage.jpg

ImageWidth: 5184

ImageHeight: 3456

======== IMG_0579_ThumbnailImage.jpg

ImageWidth: 160

ImageHeight: 120

5 image files read

Wie Ihr seht, variieren die Größen der JPGs sehr stark. Im CR3 aus meiner EOS-R sind drei JPGs enthalten:
  • ein JPG in Originalgröße, das mit der in der Kamera gewählten Bilder-Stil-Einstellung “entwickelt” wurde (ggf. also z. B. in Schwarzweiß, wenn die Kamera so eingestellt ist!)
  • ein Preview-JPG in deutlich reduzierter Größe
  • ein JPG in Mini-Größe (Thumbnail)
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Samsung SmartThings — ein Fazit

Samsung SmartThings kam etwa Mitte 2018 exklusiv bei Vodafone in Deutschland auf den Markt. Mittlerweile, seit September 2019, sind die Produkte auch woanders erhältlich.

Bei Samsung SmartThings handelt es sich um eine Linie von Consumer IoT-Produkten, die Häuser oder Wohnungen “smart” machen sollen, um so z. B. Geräte über Alexa oder Google Home oder gar aus der Ferne schalten oder Einbrüche, Wasserschäden oder Brände auch unterwegs erkennen zu können.

Seit Dezember 2018 setze ich diese Technik in meinem Haus ein. Da sich mein Haus über drei Etagen plus Keller erstreckt, setze ich entsprechend viele Sensoren und Aktoren ein. Ich habe mit einem Starterset, bestehend aus Zentrale (Hub), einem Tür-/Fenster-Universalsensor, einer Kamera und einer Sirene, angefangen. Bereits nach wenigen Wochen habe ich mir zusätzliche Sensoren und schaltbare Steckdosen hinzu gekauft, so dass ich mittlerweile 39 Geräte besitze, die mit dem SmartThings-Hub gekoppelt sind: Kameras, Sirene, Fenster-/Tür-Erschütterungs- oder -öffnungs-Sensoren, Temperatur-/Luftdruck-Sensoren, schaltbare Steckdosen, Bewegungssensoren, Wassersensoren, etc.

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Lufthansa berechnet unberechtigterweise OPC-Gebühr

Die Lufthansa beschreibt auf ihrer Website sehr genau, unter welchen Umständen eine so genannte “Optional Payment Charge” (Gebühr für optionale Zahlung), kurz “OPC”, erhoben wird. Diese soll für Reisen ab Deutschland nur für Zahlung mit Kreditkarten, die außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) ausgestellt wurden, oder für Firmenkreditkarten erhoben werden.

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POSTIDENT durch Online-Ausweisfunktion

Heute habe ich nach einigen Jahren (sic!) mal wieder die eID-Funktion meines Personalausweises benutzt, diesmal auf dem Handy. Ich habe eine Lufthansa AirPlus-Kreditkarte bestellt, um mir meine Reisekostenabrechnungen etwas zu erleichtern…

Ehrlich gesagt war ich überrascht, wie relativ reibungslos das Ganze funktioniert hat. Ganz ohne Probleme war es jedoch nicht…

Die Lufthansa benutzt zur Identifikation wie viele andere Banken und Kartenherausgeber auch das POSTIDENT-Verfahren der Deutsche Post AG. Es gibt dieses nun auch in einer Variante für die Online-Ausweisfunktion. Vorteil dabei ist, dass man nicht eine Post-Filiale aufsuchen muss und auch keine Kopie seines Personalausweises abgeben muss (worauf ich extrem “allergisch” reagiere wegen des Verlustrisikos auf Seiten der Deutsche Post AG).

Bevor man den eigentlichen Identifikationsvorgang startet, sollte man zunächst die AusweisApp2 installieren. Der Webbrowser wird später mit der Ausweis-App über lokale HTTP-Aufrufe gegen localhost bzw. 127.0.0.1 kommunizieren.

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Das perfekte USB-C-Ladekabel zum Apple-Netzteil

Kürzlich habe ich ein neues MacBook Pro 13″ mit USB-C-Ladestecker erworben. Da ich das Netzteil nicht ständig zwischen Büro und Zuhause hin und her schleppen möchte, habe ich ein zusätzliches original Apple Netzteil bestellt. Zu meinem großen Ärger ist im Lieferumfang (bei einem Preis von immerhin 75 EUR!) nicht einmal das USB-C-Ladekabel enthalten… 🙁

Zugegeben, das war in der Angebotsbeschreibung so erläutert (wie ich dann hinterher feststellen musste), aber wer rechnet schon mit sowas und liest die Artikelbeschreibung für ein Netzteil bis ins letzte Detail durch???

Daher habe ich auf Amazon nach einem geeigneten 2 m USB-C-Kabel gesucht. Dabei bin ich auf dieses magnetische Kabel gestoßen, von dem ich total begeistert bin, so dass ich mittlerweile drei Stück davon besitze. 😉

Das tolle an dem Kabel ist die magnetische Kupplung, die ich schon bei den Magsafe-Netzteilen meiner vorigen MacBook Pros so geschätzt habe. Zieht man nämlich unabsichtlich am Kabel, z. B. weil jemand versehentlich in das Kabel hineintritt oder sich dort verheddert, so wird einfach die magnetische Kupplung des Kabels vom Laptop getrennt. Das Kabel reißt also nicht das teure Gerät vom Tisch oder Schoß herunter.

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Xiaomi Mi A2 Testbericht

Einleitung

Heute möchte ich kurz das Xiaomi Mi A2, Modell: M1804D2SG, mit 6 GB RAM und 128 GB Flash-Speicher besprechen.

Das tolle an dem Gerät ist, dass es sich um ein Android One-Gerät handelt. Das bedeutet, dass diese Handys jeden Monat regelmäßige Sicherheitsupdates erhalten und damit etwa drei Jahre versorgt werden. Das Android-Betriebssystem ist dabei (fast) ein unverbasteltes Original-Android ohne Anpassungen des Herstellers. Die wenigen Zusatz-Apps, die Xiaomi vorinstalliert hat, können bis auf eine alle gelöscht werden. Auch sehr viele der vorinstallierten Google-Apps können gelöscht werden, wenn diese nicht benötigt werden.

Beim Test war eine Oreo 8.1-Firmware mit Stand der Sicherheitsupdates vom 05.11.2018 installiert. Android Pie (9.0) wird bereits ausgeliefert, ist auf diesem Gerät jedoch leider noch nicht angekommen.

Kommunikationsfähigkeiten

Leider unterstützt das Gerät kein NFC. Für Viele ist das heutzutage für die kontaktlose Zahlung mit Google Pay sehr wichtig und ein Fehlen damit ein KO-Kriterium.

Das Gerät unterstützt Dual-4G-Standby (d. h. es kann mit zwei SIM-Karten gleichzeitig ins Netz eingebucht sein und auf SMS oder Anrufe reagieren) und eine Vielzahl von LTE-Bändern. Das (zumindest) für Vodafone-DE in ländlichen Regionen extrem wichtige, langwellige Band 20 wird unterstützt, wie ich selber überprüfen konnte. Insgesamt soll das Handy die Bänder 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 20, 38, 40 unterstützen. Das wären sämtliche in Europa vorkommenden Bänder und noch einige darüber hinaus.

Telefonie über 4G/LTE ist möglich, allerdings muss dazu einmalig nach Inbetriebnahme oder Reset ein “geheimer” Code zum Abschalten des “VoLTE Carrier Check” eingegeben werden. Dieser Code *#*#86583#*#* muss in der Telefon-Anwendung als “Telefonnummer” eingegeben werden. Danach erscheint in Einstellungen > Netzwerk & Internet > Mobilfunknetz > Erweitert eine neue Option Erweiterter 4G LTE-Modus, die den VoLTE-Modus einschaltet.

Ich habe mich durch einen Testanruf davon überzeugt, dass das Handy tatsächlich nicht auf den 3G-Modus zurückfällt, sondern während des Telefonats im 4G-Modus bleibt. Damit ist bewiesen, dass das Handy tatsächlich VoLTE-fähig ist. Die Sprachqualität war kristallklar!

WiFi ist auf beiden Bändern (2,4/5 GHz) möglich. Ich habe bei 5 GHz eine Nettodurchsatzrate von 300 MBit/s erreicht (Ookla Speedtest.net), was ein sehr guter Wert ist (ich habe einen 500 MBit/s Glasfaseranschluss, kann also tatsächlich leicht diese Datenraten erreichen). Die mit dem Access Point ausgehandelte Datenrate war dabei 433 MBit/s.

Das Gerät beherrscht Bluetooth 5.0, natürlich auch Bluetooth Low Energy (BLE). Ebenso beherrscht es GPS, Glonass (das russische Pendant) und BeiDou (das chinesische Satelliten-Navigationssystem).

Verschiedenes

Die Akkulaufzeit ist nur als “hervorragend” zu bezeichnen: Gut vier Tage hat das Handy durchgehalten. Dabei waren zwei SIM-Karten eingesetzt, das Handy war also mit beiden Mobilfunkmodulen ständig im Standby-Betrieb. In der Zeit habe ich das Handy eingerichtet (Einstellungen-Menü komplett durchgeschaut und viele Änderungen vorgenommen, Apps installiert und diese getestet), weil ich es gerade erst (für meinen Vater) neu erworben habe. Außerdem habe ich sehr viel Facebook und Nachrichten gelesen.

Das tolle, große Display von sechs Zoll Größe macht einen hervorragenden Eindruck und ist sehr klar abzulesen. Mit seinem Qualcomm Snapdragon 660-Chipsatz gehört das Handy zu den derzeit schnellsten Handys.

Die Verarbeitung des Handys ist tadellos, das Gerät macht einen durchaus edlen Eindruck. Sehr positiv finde ich, dass es keinen Glasrücken hat, da ein solcher bei Stürzen erfahrungsgemäß sofort zerspringt.

Was ich ebenfalls sehr positiv fand ist, dass eine Silikon-/TPU-Hülle mitgeliefert wird. Diese ist relativ dünn, bietet also wohl wenig Schutz gegen Stürze oder harte Schläge, ist aber allemale gut geeignet um Kratzer vom Gerät fernzuhalten.

Fazit

Für einen Preis von bereits um die 230 EUR erhält man ein hervorragend ausgestattetes Handy der Oberklasse, dem lediglich NFC fehlt. Für diejenigen, die damit leben können, kann ich nur eine absolute Kaufempfehlung aussprechen. Vielleicht für den einen oder anderen ein schönes Weihnachtsgeschenk? 😉