Ersatzbatterie für APC Back UPS PRO USV 900 VA – BR900GI

Nach knapp sechs Jahren hat es der originale Akkusatz für meine APC Back UPS PRO (BR900GI) nun hinter sich. Ich habe dies nur durch Zufall festgestellt, weil die USV plötzlich hektisch zu “schnattern” begann, als ich den angeschlossenen PC benutzte. Mit “Schnattern” meine ich ein hektisches, “abgebrochenes” Gepiepse, also kein anhaltender oder regelmäßiger Piepston.

Ich habe daher den PC herunter gefahren und die USV außer Betrieb genommen (abgekabelt). Dabei fiel mir ein unangenehmer Geruch auf. Ich öffnete also das Batteriefach und bemerkte, dass die Akkus sehr heiß waren — so heiß, dass ich sie nicht mehr in der Hand halten konnte. Eine Temperaturmessung ergab rekordverdächtige 62,9 °C:

Ich wage gar nicht drüber nachzudenken was passiert wäre, wenn ich das Versagen der Akkus nicht jetzt bemerkt hätte… 🙁

Der Geruch kam wohl scheinbar daher, dass an einem Kontakt schon in geringem Ausmaß Batteriesäure austrat:

Obwohl das USB-Kabel der USV mit dem PC verbunden war und die USV von Windows 10 auch erkannt wurde, hat mich Windows nicht über den schlechten Zustand der Akkus informiert. 🙁

Ich muss dabei allerdings gestehen, dass ich die Software des Herstellers, PowerChute Personal Edition, nicht installiert hatte, da diese letzmalig 2012(!) aktualisiert wurde und lediglich in einer 32-Bit-Version vorliegt. Ich hatte unterstellt dass Windows selbst so “klug” wäre, den Zustand der Batterie zu ermitteln, denn diese Batterie der USV wurde mir “nativ” in Windows angezeigt, so als handele es sich um einen Laptop…

Wie auch immer, der originale Batteriesatz von APC (RBC123) kostet fast satte 70 EUR. Wieso also nicht einfach zwei einzelne Batterien kaufen und dabei Geld sparen? Ich habe also zwei Blei-Säure-Akkus WP7.2-12A von Kung Long bestellt — exakt solche waren auch im Original hinter den Klebeetiketten verborgen:

Die auf beiden Seiten angebrachten, stark klebenden Etiketten verbanden die beiden Akkus zu einem Paket. In der Mitte befand sich ein Kunststoffrahmen mit dicken Kabeln, die die beiden 12 Volt-Akkus in Reihe zu einem 24 Volt-Akkupaket verschalteten.

Nach fünf Minuten “Arbeit” war das neue Akkupaket betriebsbereit. Ich habe es in die USV eingesetzt, und der Ladevorgang startete ohne Probleme. Die USV wird auch seitlich nicht fühlbar warm, was ich jetzt mal als gutes Zeichen werte. 😉 Die oben erwähnte PowerChute-Software habe ich nun temporär auf einem Laptop installiert, und auch sie bestätigt den Ladevorgang und ordnungsgemäßen Zustand der USV, ebenso wie ein durch PowerChute manuell ausgelöster Selbsttest.

So einfach habe ich also 25 EUR gespart!

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