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“Digitales Diktiergerät” Kayowine K-01

Das Kayowine K-01 wird als “digitales Diktiergerät” verkauft. Ich habe mir das Gerät als “Audio-Notizblock” angeschafft in der Hoffnung, es auch für diesen Zweck benutzen zu können. Im Folgenden möchte ich über meine Erfahrungen berichten.

Haptik

Das Gerät weist ein sehr edles “Finish” auf und ist für seine Größe recht schwer. Angeblich ist das Gehäuse aus Zink-Druckguss, es könnte aber auch massives fein-mattiertes Alu sein. Die Displayscheibe soll aus echtem Glas sein, was glaubwürdig scheint. Auf Grund dieser Glas-Displayscheibe ist das Gerät mutmaßlich sehr empfindlich gegen Beschädigungen bei einem Sturz.

Maker:S,Date:2017-9-8,Ver:6,Lens:Kan03,Act:Lar02,E-Y

Der Ein-/Ausschalter macht sehr wertigen Eindruck, auch die Drucktaster haben einen sehr definierten Druckpunkt. Ich finde es nachteilig, dass zwei Taster/Knöpfe auf der rechten Seite nicht beschriftet sind, aber die Bedeutung lernt man schnell.

Dem edlen Design etwas Abbruch tut die Tatsache, dass die Knöpfe und der Micro-SD-Slot sowie der Micro-USB-Anschluss nicht mittig zur Gehäusedicke angebracht sind, sondern aus der Mitte versetzt und nicht einmal auf einer Linie sind.

Usability

Beim Einschalten über den Schiebeschalter bei einhändiger Bedienung drückt man geradezu zwangsläufig Tasten auf der linken Seite des Geräts, weil der Schiebeschalter relativ schwergängig ist (was jedoch durchaus eine wertige Haptik erzeugt!).

Das Gerät schaltet sich nach etwa zwei Minuten aus, auch wenn man das in den Einstellungen unterbunden hat (“Sleep timer: off”) — es sei denn, man startet eine Aufnahme, dann schaltet sich das Gerät nicht selbständig aus. Es ist mir trotz langen Rumprobierens nicht gelungen, diese automatische Abschaltung zu unterbinden. Man muss das Gerät dann wieder einschalten, indem man es entweder über den Schiebeschalter aus- und wieder einschaltet oder den “Menü”-Knopf lange gedrückt hält, bis das Gerät neu gestartet hat.

Beim Versuch, die allererste Aufnahme zu starten, entsteht eine Verzögerung von ca. 5 s, bevor die Aufnahme dann tatsächlich gestartet wird. Weitere Aufnahmen werden dann nach einer Verzögerung von “nur” 1 s gestartet, wobei auch das ein wenig lästig ist.

“Blinde” Durchführung von spontanen, verzögerungsfreien Aufnahmen ist auf Grund der geschilderten Tatsachen quasi unmöglich: Man kann sich nicht sicher sein, dass das Gerät überhaupt noch aufnahmebereit ist, da es sich wie oben beschrieben im Schlafzustand befinden kann. Also erst aus- und wieder einschalten, dann ca. 2 s warten damit das Gerät “sicher” aufnahmebereit ist, dann Aufnahmeknopf drücken. Es ist keinerlei akustische Rückmeldung möglich, wenn die Aufnahme gestartet oder gestoppt wurde.

Aus den geschilderten Gründen ist das Gerät für mich nicht als Audiorekorder brauchbar. Wenn ich beispielsweise beim Autofahren spontan eine Idee festhalten will (die Benutzung eines Diktiergerätes ist tatsächlich am Steuer erlaubt!), dann geht das im Zweifel nicht ohne mehrfach auf das Gerät zu schauen und eine Verzögerung von einigen Sekunden für die Herstellung der Aufnahmebereitschaft in Kauf zu nehmen.

Technische Eigenschaften

Die Aufnahmequalität von Sprache eines Sprechers, der sich in der Nähe des Geräts befindet, ist sehr gut, selbst bei niedrigen Bitraten. Allerdings ist es definitiv nicht zur Aufzeichnung über größere Entfernungen geeignet: Die Testaufnahme einer Fernsehsendung, die am Ort der Aufnahme in normaler Lautstärke wahrnehmbar war, aus ca. 4 m Entfernung war trotz Wiedergabe bei Maximallautstärke kaum verständlich.

Schaltet man das Gerät während einer Aufnahme mit dem Schiebeschalter aus, so ist die resultierende Datei defekt und kann nicht abgespielt werden.

Ein Format-Wechsel zwischen PCM (Wave-Datei mit Dateinamenserweiterung .WAV) und MP3 ist möglich. Durch die Komprimierung ist das MP3-Format sehr sparsam in der Belegung von Speicherplatz.

Dateinamen beinhalten leider nicht den Zeitstempel der Aufnahme (Datum/Uhrzeit). Lediglich das Erstellungsdatum der Datei reflektiert den Aufnahmezeitpunkt. Dieses kann leicht verloren gehen z. B. durch ungeeignetes Umkopieren oder Versenden. Für mich stellt das durchaus einen nennenswerten Nachteil dar.

Der Rekorder wird problemlos als USB Mass Storage Device erkannt und kann daher ohne Installation von Fremdtreibern sofort unter Windows oder macOS benutzt werden.

Fazit

Für 26 Euro hatte ich mir heutzutage offen gesagt mehr erwartet. Die Hardware macht einen guten Eindruck. Die Software jedoch wurde völlig unüberlegt “herunter programmiert” und ganz offensichtlich nicht einmal gründlich getestet, geschweige denn vor der Implementierung von einem UX-Experten vernünftig designt. Ich werde das Gerät daher zurück senden.

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deutsch Storage

Nie wieder Synology!

Ich muss mir heute mal meinen Frust über die schlechte Qualität der Synology-Disk Station Manager (DSM)-Software vom Leib schreiben.

Seit ich Synology-Produkte einsetze — immerhin seit mehr als fünfeinhalb Jahren (DS212+, DS414, DS415+, DS916+, wir reden hier über insgesamt mehr als 1.800 EUR, die nur die “nackten” Geräte gekostet haben!) — ärgere ich mich immer wieder über geradezu stümperhafte Implementierungen von bestimmten Funktionen. Und was dem Ganzen dann die Krone aufsetzt ist der geradezu unverschämt reagierende Synology-Support, der Bugs einfach nicht als Bugs akzeptiert, sondern “gerne in meinem Namen einen Change Request einreicht, aber ob und wann der implementiert wird können wir nicht sagen”. Oder teilweise geradezu dämliche Workarounds als “Lösung” vorschlägt, statt das Problem richtig zu lösen. 🙁

Damit wir uns nicht falsch verstehen: Die absoluten Grundfunktionen (Dateiserver über SMB, CIFS, AFP) funktionieren selbstredend problemlos. Aber dabei ist ja auch nichts falsch zu machen. Synology übernimmt einfach die bekannten und bewährten Open Source-Dienste, wie z. B. Samba. Aber bei fast allem anderen, was Synology “oben drauf gesetzt” hat, gibt es Probleme. Die unten beispielhaft geschilderten Probleme lassen sich allesamt im Netz wieder finden. Unzählige Kunden leider unter diesen Problemen, aber Synology lässt ihre Kunden “im Regen stehen”!

Einige Beispiele von Problemen der letzten Jahre, die ich gegenüber Synology reklamiert habe, die aber bis heute nicht beseitigt sind:

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LVSUN LS-Q4U 4-Port USB-Lader Kurztest

Heute möchte ich kurz über den LVSUN LS-Q4U 4-Port USB-Lader berichten, den ich kürzlich für den Schnapper-Preis von 3,99 EUR (inkl. Versand!) bei Amazon erworben habe. Das Gerät wird bei Amazon unter dem Namen “Kosee 4-Port Quick Charge 2.0 58W USB Desktop-Ladestation und Auto-Ladegerät” angeboten.

Verpackt ist das Gerät in einer Blisterverpackung mit dem verheißungsvollen Aufdruck “QuickCharge 3.0”.

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deutsch Tools

Bosch L-Boxx-System zur Werkzeugaufbewahrung

Heute will ich etwas zum Bosch L-Boxx-System schreiben, einem meines Erachtens genialen System zur Aufbewahrung von Werkzeug. Man kann die einzelnen “Boxen” oder “Koffer” miteinander verbinden, so dass sich diese als eine Einheit transportieren lassen. Es gibt sogar einen “Caddy” dafür, was sich für Profi-Handwerker oder sehr ambitionierte Hobby-Handwerker anbietet, die sehr viel Werkzeug haben und dieses ordentlich aufbewahren oder transportieren möchten.

Schon als kleiner Junge war ich ein “Werkzeug-Fetischist”. Auch heute noch habe ich großen Spaß an hochwertigem Werkzeug, so dass ich mir im Laufe der Jahre eine ganze Reihe Geräte, häufig aus dem Hause “Bosch”, gekauft habe oder sie mir zum Geburtstag oder Weihnachten gewünscht (und dann tatsächlich oft genug auch geschenkt bekommen) habe.

Vor etwa einem Jahr habe ich mir endlich einen Bohrhammer gegönnt, und zwar den Bosch Professional GBH 2-28 DFV. Diesen gab es gegen einen kleinen Aufpreis auch in einem Bosch L-Boxx-Systemkoffer. Das war bis vor kurzem meine erste Komponente aus der L-Boxx-Serie. Der Koffer ist wirklich extrem robust und hochwertig verarbeitet, und die “Klick-Mechanik” hat Interesse auf “mehr” geweckt.

Amazon schlug mir vor kurzem, wahrscheinlich basierend auf meiner Einkaufshistorie, verschiedene L-Boxxen vor. Da ich mir ohnehin immer mal einen oder mehrere Zusatzkoffer kaufen wollte, z. B. für Zubehör oder Geräte, die ohne eine L-Boxx ausgeliefert wurden, habe ich mir nun vor einer Woche die erste zusätzliche Box gekauft, eine Bosch Professional L-Boxx 102 Koffersystem, Größe 1. Ich möchte darin Dübel und Schrauben aufbewahren, da man diese ja in der Regel ebenfalls benötigt, wenn man mit der Bohrmaschine arbeitet. Zusätzlich habe ich mir das Sortimo 51015299 Insetboxen-Set H3 sowie die Sortimo 121014678 Deckeleinlage L-BOXX bestellt. Die Deckeleinlage sorgt dafür, dass die einzelnen Inset-Boxen bzw. deren Inhalt nicht herausfallen können, da die Einlage im geschlossenen Zustand formbündig auf den Inset-Boxen aufliegt.

Sortimo ist übrigens der “originale” Hersteller des L-Boxx-Systems, und fertigt die Koffer als OEM u. a. für Bosch, Wiha, Makita und andere.

Die drei Teile haben die selbe hochwertige Qualität wie der Koffer für meinen Bohrhammer. Alles passt perfekt, die “Haptik” ist ausgezeichnet, sehr gute Passgenauigkeit. Ich werde nun die Dübel und Schrauben einsortieren und dann ein Foto von dem Ganzen hier veröffentlichen, damit man sich besser ein Bild davon machen kann.

Wenn Ihr auch L-Boxxen einsetzt, dann schreibt mir gerne welche Ihr besitzt, und wofür Ihr sie verwendet.

 

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Consumer Electronics deutsch Personal Navigation Devices

Becker Ready 50-Autoladekabel “seziert”

Nach etwa zweieinhalb Jahren hat sich nun das Autoladekabel (Typ “Mitac cac-051-00u-29“) für unser Becker Ready 50-Navi “verabschiedet” — es lädt das Gerät nicht mehr auf, obwohl noch die obere rote Lampe leuchtet, wenn der Stecker in der Zigarettenanzünder-Steckdose steckt. 🙁

Das Problem liegt definitiv am Ladekabel oder der Elektronik im Zigarettenanzünder-Stecker, denn mit einem anderen Micro-USB-Kabel/Ladegerät lässt sich das Navi problemlos laden.

Um auszuschließen dass es sich um ein mechanisches Problem handelt (Micro-USB-Stecker zu locker in der entsprechenden Buchse im Navi) habe ich sowohl das Micro-USB-Steckergehäuse als auch die beiden “Krallen” dort nachgebogen. Der Stecker steckte danach in der Tat etwas “strammer” (wobei er vorher auch nicht gerade auffällig locker saß!) in der Buchse, das Navi lud aber nach wie vor nicht.

Also öffnete ich den Stecker, um vielleicht irgendein offensichtliches Problem zu entdecken. Der Stecker enthält eine Platine die bestückt ist mit einem SMT-IC, drei Elkos, einer Induktivität sowie einer Drossel, einiger Dioden, sowie einer ganzen Reihe von SMT-Widerständen und -Kondensatoren. Das IC und die angrenzende Diode war mit einem “Pad” abgedeckt, bei dem es sich möglicherweise um ein Silikon-Wärmeleitpad handelt. Dieses Pad war hellgrau, sehr “labberig” und klebrig.

Hier einige Fotos:

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Die Elkos waren zumindest nicht offensichtlich defekt, sie waren nicht “geplatzt”, und es war auch kein Elektrolyt ausgetreten.

Da ich im Augenblick keine Möglichkeit habe etwas zu messen, endete an dieser Stelle meine kleine Untersuchung. Ich habe nun ein neues Ladekabel bestellt, für sage und schreibe gut 20 Euro. Scheinbar passiert es sehr häufig dass das Ladekabel kaputt geht, wie man in den Bewertungen bei Amazon lesen kann.

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Communications deutsch

“Deutsche Glasfaser” SIP-Account manuell konfigurieren

Hier erkläre ich, wie man einen “Deutsche Glasfaser” SIP-Account manuell, z. B. in einem Softphone, konfigurieren kann.

Die SIP-Account-Daten sind dabei einem Schreiben mit dem Betreff “Terminbestätigung Ihrer Rufnummernübernahme (Portierung)” zu entnehmen.

X-Lite V4.9.7.1

Hier nun die Einstellungen für den beliebten kostenlosen Mac-Client X-Lite V4.9.7.1:

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Communications deutsch Networking Routers

WLAN-Probleme erkennen und beseitigen

Aus aktuellem Anlass schreibe ich hier einmal etwas zu gängigen WLAN/WiFi-Problemen — wie erkenne ich sie, und wie beseitige ich sie.

(Der aktuelle Anlass ist, dass hier bei uns im Ort endlich die lang ersehnten Aktivierungen unserer Glasfaser/FTTH-Anschlüsse von “Deutsche Glasfaser” erfolgt sind. Daher häufen sich diese Fragen bei mir und anderen Mitgliedern unserer Bürgerinitiative.)

Zunächst einmal ein bisschen Grundlagenwissen, (hoffentlich) so erklärt dass es auch Menschen verstehen können, die nicht Elektrotechnik studiert haben. 😉

WLAN ist ein “shared medium”, ein “geteiltes (Übertragungs-) Medium”, d. h. die maximal erreichbare Geschwindigkeit wird zwischen allen Teilnehmern eines WLANs aufgeteilt. Führt also gerade eine Station im Netz einen großen Download mit hoher Geschwindigkeit durch, dann werden die anderen Stationen im Netz entsprechend ausgebremst.

WLAN kann auf zwei Frequenz”bändern” stattfinden, dem “alten” 2,4 GHz-Band und dem (relativ) neuen 5 GHz-Band. Client (also Laptop, Handy…) und Router (Access Point) müssen jeweils beide das 5 GHz-Band beherrschen, damit dieses benutzt werden kann (Stichworte sind 802.11a oder 802.11ac, bei 802.11n kann es sich sowohl um 2,4 als auch 5 GHz handeln). Als “Access Point” bezeichnet man das WLAN-Radio in einem Router, es gibt auch separate Access Points, die nur der Koppelung von drahtlosen Stationen an ein drahtgebundenes LAN dienen.

Auf Grund seiner hohen Frequenzen ist das 5 GHz-Band “kurzwelliger”, dadurch ist seine Reichweite gegenüber dem 2,4 GHz-Band begrenzt (es durchdringt nicht so leicht Decken und Wände), was durchaus gewisse Vorteile hat, doch dazu später.

Die gesamten 2,4 bzw. 5 GHz-Bänder werden in so genannte “Kanäle” aufgeteilt, damit sich mehrere Betreiber eines WLANs nicht “ins Gehege kommen” und jeweils einen eigenen Kanal zum Übertragen haben. In eng besiedelten Gegenden, z. B. in Innenstadtbereichen, aber auch durchaus hier bei uns im Neubaugebiet, kommt es oft vor, dass sich Kanäle überlappen. Dies ist unbedingt zu vermeiden, weil dies die Übertragungsrate für alle(!) beteiligten WLANs reduziert.

Um festzustellen, ob diese Situation bei sich selbst vorliegt, sollte man ein Tool wie den kostenlosen WiFiAnalyzer benutzen. Im Bereich “Channel Graph” kann man dann einen Graphen wie den Folgenden sehen:screenshot_20170105-213839-576x1024

Was sagt uns jetzt dieser Graph? Zum einen sehen wir oben in blau, dass hier das 2,4 GHz-Band betrachtet wird (man kann dort auch auf das 5 GHz-Band umschalten, um dieses zu betrachten). Unten sieht man die Kanäle im 2,4 GHz-Band, in Deutschland sind 1-13 erlaubt.

(An dieser Stelle die dringende Warnung, keine verbotenen Kanäle zu benutzen. Dies kann Störungen verursachen. Der Verursacher haftet für alle entstehenden Kosten, das kann schnell in die Tausende Euro gehen, plus eine empfindliche Geldbuße nach sich ziehen!)

Die einzelnen farbigen, mehr oder weniger “hohen” Buckel sind die Frequenzbänder, die die einzelnen WLANs belegen. Wie bereits gesagt sollten sich diese idealerweise nicht überlappen. Die “Höhe” der Buckel zeigen die Signalstärke an. Je höher der Buckel, desto stärker das Signal. Wenn das eigene WLAN von einem oder mehreren fremden WLAN(s) überlappt wird, dann ist der Einfluss umso geringer, je schwächer das oder die fremde(n) WLAN(s) ist/sind.

Idealerweise spricht man sich als Nachbarn gegenseitig ab, wer welchen Kanal belegt, damit eben nicht solche Überlappungen zu Stande kommen. Der Bereich “Access Points” in der oben empfohlenen Android-App ist hier sehr hilfreich. Wenn man sich auf der eigenen Straße bewegt, kann man an der Signalstärke relativ schnell erkennen, wo welches WLAN “zu Hause ist”.

Ein Access Point benutzt zu jedem Zeitpunkt nur einen bestimmten Kanal (bzw. mehrere Kanäle gebündelt, um den Durchsatz zu erhöhen). Viele Access Points sind ab Werk so eingestellt, dass sie sich automatisch den “besten” Kanal suchen. Ich persönlich rate dazu, den eigenen Access Point fest auf einen bestimmten Kanal einzustellen und diesen mit den Nachbarn zu koordinieren, um besagte Überlappung zu verhindern.

Eine weitere Einstellung sollte auch nach Möglichkeit modifiziert werden. Viele Access Points erlauben die Einstellung der Sendeleistung. Diese sollte möglichst konservativ gewählt werden derart, dass der Access Point die eigenen Geräte gerade noch gut erreicht, jedoch nicht viel weiter sendet. Sonst kommt eben die erwähnte Überlappung zu Stande, die man gerne vermeiden möchte. Access Points, die so eine Überlappung feststellen, können dann durchaus ihre Sendeleistung (in vorgegebenem Rahmen) erhöhen, um den anderen zu “übertönen”. Dies geschieht, damit wieder ein gewisser “Signal-Rauschabstand” gewährleistet ist, um das (eigene) Signal vom “Rauschen” (dem Fremdsignal) sauber trennen zu können.

Um Überlappungen zu reduzieren oder zu vermeiden kann man auch die Kanalbreite reduzieren. In dem obigen Screenshot sieht man hauptsächlich WLANs, die eine Kanalbreite von 20 MHz benutzen. Wie bereits kurz erwähnt kann man die Kanalbreite erhöhen, um einen größeren Durchsatz zu erzielen. Das rote WLAN im obigen Diagramm benutzt eine Kanalbreite von 40 MHz. Dadurch kommen entsprechend viele Überlappungen zu Stande.

Reduziert man die Kanalbreite, so vermeidet man ggf. eine Überlappung vollständig oder reduziert zumindest die Anzahl der überlappenden Netze. Obwohl dadurch die (unter Idealbedingungen) maximal erzielbare Kanalbreite reduziert wird, wird man wahrscheinlich in der Praxis feststellen, dass der Betrieb nun wesentlich stabiler ist und die Transferraten womöglich höher sind als vorher!

Alternativ, und das ist meine dringendste Empfehlung, kann man auf das 5 GHz-Band ausweichen. Wenn alle eigenen Geräte dieses unterstützen, dann empfehle ich, das 2.4 GHz-Band komplett abzuschalten. Dies kommt auch einem Bluetooth-Betrieb zu Gute, der auf einem ähnlichen Frequenzbereich stattfindet. Das 5 GHz-Band bietet deutlich höhere Transferraten und den zusätzlichen Vorteil, dass es nicht so “überlaufen” ist wie das 2,4 GHz-Band. Dies ist zum einen der geringeren Verbreitung geschuldet, zum anderen aber auch der deutlich geringeren Durchdringung und damit Reichweite der 5 GHz-Wellen.

Hier noch einmal ein Screenshot von meiner eigenen Situation, diesmal im 5 GHz-Band:

screenshot_20170105-223020Man sieht, dass bei mir überhaupt nur zwei Netze im 5 GHz-Band sichtbar sind. Mein eigenes (welches man an Hand der Signalstärke sehr einfach identifizieren kann) und ein fremdes. Der Signal-Rauschabstand zwischen diesen beiden Netzen ist jedoch so groß, dass das Fremdnetz quasi nicht stört. Ich erreiche hier Transferraten von mehr als 200 MBit/s in beide Richtungen (beim Senden und beim Empfangen) mit Stationen, die das unterstützen.

So, das soll es gewesen sein. Ich hoffe, dieser Blog-Post nutzt dem einen oder dem anderen. Ich würde mich in diesem Fall über einen Kommentar hier in meinem Blog sehr freuen. Fragen werde ich gerne beantworten. Sollte ich etwas vergessen haben, werde ich den Post noch entsprechend ergänzen.

Viel Erfolg beim Optimieren Eurer WLANs!

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DrayTek Vigor130: Warnung vor “ALL”-Firmware

Aus eigener Erfahrung kann ich nur dringend vor der Installation der “ALL”-Firmware-Varianten beim DrayTek Vigor130 warnen, insbesondere wenn zwischen der installierten Version und der zu installierenden Version einige Builds liegen.

Die “ALL”-Variante behält die aktuellen Einstellungen bei, die “RST”-Variante setzt das Modem/den Router auf die Werkseinstellungen zurück. Das klingt schlimmer als es ist, denn wenn man vorher die Einstellungen über das Web-Interface herunter lädt/sichert, kann man diese nach erfolgreichem Upgrade wieder hoch laden/restaurieren.

Wie auch immer, ich hatte Version 3.7.8.3_m7 installiert und wollte auf 3.7.9.3_m7 upgraden, und zwar unter Verwendung der “ALL”-Variante. Beim Upgrade ist nichts schief gelaufen (jedenfalls nicht offensichtlich), trotzdem erhielt ich hinterher folgende Popup-Warnung im Browser:

screen-shot-2016-11-10-at-09-02-12Ich versuchte dann die selbe Firmwareversion erneut zu installieren, aber die Fehlermeldung erschien wieder. Außerdem wurde unten in der linken “Menüleiste” folgende Meldung angezeigt:

screen-shot-2016-11-10-at-10-54-23Ich versuchte also, die “RST”-(Reset)-Variante zu flashen — mit dem selben (Miss-) Erfolg. 🙁

Bei einem Telefonat mit der wie immer sehr freundlichen und kompetenten DrayTek-Hotline wurde mir dann empfohlen, die TFTP-Notfall-Wiederherstellung zu nutzen, was ich dann auch tat.

Dazu muss man zunächst das Modem direkt per Netzwerkkabel mit einem Windows-PC/Laptop verbinden, welchen man manuell/statisch auf die IP-Adresse 192.168.1.2 setzt. Dann das Modem ausschalten,  den Resetknopf an der Rückseite mit einem Kuli gedrückt halten, und dann das Modem wieder einschalten. Den Resetknopf für ca. fünf Sekunden gedrückt halten, dann startet der TFTP-Server im Modem.

Nun mit dem Firmware-Update-Tool, welches man bei DrayTek herunter laden kann, die Firmwaredatei an das Modem (unter der default-Adresse 192.168.1.1) schicken. Das ganze sollte übrigens auch mit einem Linux- oder macOS-Rechner funktionieren, es reicht ein normaler TFTP-Client.

Fertig!

Nach dem Reboot dann noch über das Webinterface die Konfiguration wieder restaurieren, und alles ist wieder gut.

Der ganze Vorgang hat insgesamt nur etwa zehn Minuten gedauert.

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Brother MFC-7840w “Internet Fax” über DUS.net

Seit einigen Tagen habe ich einen “IP-only”-Telefonanschluss, so dass ich nicht mehr wie bisher mit meinem Brother MFC-7840w-Multifunktionsgerät über einen a/b-Terminaladapter an einem ISDN-Anschluss faxen kann.

Beim Suchen nach Alternativen stieß ich auf dieses Wiki im IP-Phone-Forum, welches mir sehr weiter geholfen hat.

Zunächst musste ich ein Firmware-Update für mein Faxgerät flashen, was die benötigte Internet-Fax-Funktionalität  (T.37-Protokoll) implementiert.

Weiterhin musste ein Anbieter gefunden werden, der dieses Protokoll unterstützt. DUS.net, welches auch im obigen Wiki erwähnt wird, war mir ohnehin schon bekannt, weil ich auf der Suche nach einem guten SIP-Provider bin. Also wollte ich gerne DUS.net als Fax-Provider nutzen, jedoch gibt es da ein prinzipielles Problem:

Um das Dus.net mail2fax Gateway anzusprechen, müssen Zugangsdaten > 50 Zeichen im Betreff-Feld übertragen werden. Die Brother-Firmware (4.0) speichert aber nur 41 Zeichen ab.

Meine Lösung sieht nun so aus:

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Vodafone SIP-Account manuell einrichten

Update 2019-09-10: Sven Brinkmann teilt mit, dass der STUN-Server nicht mehr benutzt werden muss. Das erklärt dann wahrscheinlich auch, warum der Hostname nicht mehr existiert. 😉

Update 2018-12-27: Meine Leserin “DANi” teilte mir mit (vielen Dank!), dass sich zwischenzeitlich die Hostnamen geändert haben, so dass z. B. stun.arcor.com nicht mehr existiert (stimmt, habe ich überprüft). Diese Anleitung ist daher nicht mehr anwendbar! Falls jemand die korrekten Daten kennt, dann werde ich sie nach einem entsprechenden Hinweis gerne hier ergänzen.

Wer nicht die Standard-Hardware der Provider verwenden will sondern “eigene”, der steht oft vor dem unlösbaren Problem der manuellen Konfiguration der einzelnen Geräte.

Bei Vodafone als Anbieter kann in diesem Fall der Modem-Installations-Code (MIC) nicht benutzt werden. Stattdessen müssen folgende Daten in das jeweilige SIP-Gateway eingetragen werden:

  • Authentication name: VorwahlRufnummer, also z. B. 021199999999.
  • Authentication password: Das Sprachpaßwort
  • Username: der selbe Wert wie für Authentication name
  • Display name: Falls der verwendete SIP-Client oder das eigene SIP-Gateway diesen Parameter unterstützt, kann dort der eigene Name eingetragen werden, also z. B. “Michael Mustermann”.
  • Domain: 02182.sip.arcor.de:5060 (statt 02182 müsst Ihr Eure eigene Vorwahl eintragen!
  • STUN server: stun.arcor.com:3478 Scheint nunmehr obsolet zu sein!

Das so genannte “Sprachpaßwort” erhält man (hoffentlich) auf Anfrage von Vodafone. Früher scheint das ein Problem gewesen zu sein, heute sollte sich der Anbieter nicht mehr querstellen. In Zukunft — Stichwort “Abschaffung Routerzwang” — ist Vodafone ohnehin von Getzes wegen gezwungen, diese Information heraus zu geben.

Mit den oben genannten Einstellungen sollte die Einrichtung “fremder” VoIP-Hardware oder eines Software-Clients kein Problem sein. Ich betreibe erfolgreich ein Gigaset S850A GO damit. Dort sieht das dann so aus:

S850A Setup Vodafone